GOTHAER STRASSENNAMEN

     

 

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Mairichstraße

seit 1914 nach dem tödlich verunglückten Tiefbauingenieur und Wasserwirtschaftler Hugo Mairich (1863-1902) benannt, weil er im Eckhaus Reinhardsbrunner Straße 35 wohnte und die Wasserkunst und die “Gothaer Talsperre” bei Tambach-Dietharz (Gedenkstein) erbaute

Mannheimer Straße (Si)

1996 “im Vorderfeld” nach der hessischen Stadt Mannheim benannt, in der es einen “Gothaer Weg” gibt

Margarethenstraße

nach der benachbarten, 1064 erstmals urkundlich erwähnten Kirche “St. Margarethen” benannt, die von 1494 bis 1543 als dreischiffige, spätgotische Hallenkirche mit Westturm und “Brautportal” erbaut und nach mehrfachen Zerstörungen (1632 und 1944) erneuert wurde (zuletzt 1989-91); hieß bis 1858 “Hinter St. Margarethen” und bis 1884 “Margarethen­gasse”

Maria-Uhden-Weg

2000 im neu entstandenen Wohngebiet an der Schubertstraße nach der in Waltershausen und Gotha aufgewachsenen Malerin und Holzbildhauerin Maria Uhden (1892-1918) benannt

Mariengasse

seit 1858 nach der 2. Gemahlin Herzog Ernsts I. Marie geb. Prinzessin von Württemberg (1799-1860) benannt, die 1832 die Kinderheilanstalt “Marienpflege” (jetziger Kindergarten “Haus der Marienkinder” in Nr. 7) und 1836 das “Herzogin-Marie-Institut” (1849-1912 in der Friedrich-Jacobs-Straße 3) begründete; hieß bis dahin nur “Gäßchen” bzw. “Stopfels­gäßchen”

Marktstraße

1887 auf Wunsch der Anwohner der “Kleinen Erfurter Straße” (bis 1884 “Kleine Erfurter Gasse”) erfolgte Umbenennung; hieß zum Andenken an den Besuch Friedrichs des Großen (1712-1786) in Gotha am 15. September 1757 zeitweilig “Königstraße”

Mauerstraße

benannt nach der hohen Stützmauer, die den Gothaer Altschützen von 1707 bis 1823 als Schießmauer hinter dem alten, in den 80er Jahren abgerissenen Schießhaus an der Ecke Friemarer Straße/Hoher Sand diente

Maybachstraße

1913 in der alten Eisenbahnerkolonie nach dem preußischen Staatsmann und Minister der öffentlichen Arbeiten (1879-91) Albert Freiherr von Maybach (1822-1904) benannt, dem die Verstaatlichung der preußischen Privatbahnen zu danken ist

Mendelssohnweg

in den 1960er Jahren wohl aus Unkenntnis erfolgte Neubenennung des bisherigen “Land­graf-Baltha­sar-Weges” im Schloßpark nach dem Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)

Mittelhäuser Weg

1932 in der neu entstandenen Siedlung Mittelhausen (“Randsiedlung”) nach dem einst dort befindlichen, 1143 erstmals erwähnten, jedoch bereits seit dem 14. Jahrhundert wüsten Ort Mittelhausen benannt

Mittelstraße (Ue)

Bezeichnung nach der Lage der Straße

Mohrenberg

benannt nach dem benachbarten, 1664 erbauten und 1777 umgebauten Gasthof “Zum Mohren”, der ehemals der vornehmste Gothas war und z.B. Napoleon und Goethe (Gedenkta­fel) als Absteigequartier diente; wurde 1907 als Arbeiterverkehrslokal (“Volkshaus zum Mohren”) von SPD und Gewerkschaften erworben (USPD-Gründungsparteitag im April 1917)

Mohrenstraße

siehe “Mohrenberg”; war von 1938 bis 1945 in “Robert-Ley-Straße” (NSDAP-Politker und Gründer der “Deutschen Arbeitsfront”) umbenannt, weil das “Volkshaus zum Mohren” seit 1933 als “Haus der Deutschen Arbeitsfront” diente

Molschleber Straße

1919 entstandene, nach dem Nachbarort Molschleben benannte Straße

Mönchallee (Si)

zum “Mönchhof” führende Allee, der bereits 1174 als Klosterhof der Benediktinerabtei Reinhardsbrunn erwähnt und 1524 während des “Gothaer Pfaffensturmes” gestürmt wurde

Mönchelsstraße

vielleicht nach dem Ratsherrn Heinricus Mennichen benannt, der um hier 1364 lebte; hieß bis 1884 “Mönchelsgasse”, früher im Volksmund auch “Mandelsgasse”

Mönchstraße (Su)

sicherlich in Verbindung zur nahegelegenen Kirche stehend

Moßlerstraße

1916 anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des verdienstvollen städtischen Senators und Gothaer Ehrenbürgers (1925) Christian Gottfried Moßler (1844-1927) benannt; hieß bis dahin “Damm­weg”, weil der Weg zugleich den Damm des dortigen, jetzt überbrückten Wiegwassers bildete

Mozartstraße

1945 auf Vorschlag des damaligen Stadtrechtsrats Günther Ewald erfolgte Umbenennung der “Hermann-Göring-Straße” (bis 1938 Teil der “Ohrdrufer Straße”) nach dem Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Mühlenstraße (Su)

Straße, die zur einstigen “Sundhäuser Mühle” führt

Mühlgrabenweg

Weg am 1708 als Abzweigung des “Wilden Grabens” zum Hochwasserschutz und zum Betreiben der Stein- und Teichmühle angelegten “Mühl­gra­bens”

Mühlhäuser Straße

1910 entstandene, nach der nördlich von Gotha gelegenen Kreisstadt des Unstrut-Hainich-Kreises Mühlhausen benannte Straße

Müllersweg

seit 2000 offiziell für alte volkstümliche Bezeichnung; einstiger Weg der Müller zur “Ost­heimer Mühle”

Münzweg

benannt nach dem ehemals oberhalb der Straße liegenden, 1828 erbauten Gebäude der “Neuen Münze” in der Lindenauallee 2 (1988 ab­gerissen und 1995/96 durch Neubau ersetzt); hieß bis 1862 “Rosmarinweg” (wegen damaliger Doppelung mit dem “Rosmarin­gäßchen” umbenannt)

Myconiusplatz

seit 1858 nach dem ehemaligen Franziskanermönch, Reformator und ersten evangelischen Prediger in Gotha Friedrich Myconius (eigentlich Mecum) (1490-1546), der seit 1524 in der benachbarten Augustinerkirche wirkte (Gedenktafel), benannter Platz

       
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